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Tag der offenen Tür im Dojo - 21.10.201820. Oktober 2018

Tag der offenen Tür im Dojo – 21.10.2018 / Quelle: Mittelbayerische Zeitung – PDF-Download

Ein besonderer Karate-Ort -13. Oktober 2018

Siamak Montazeri holt immer wieder namhafte Karateka nach Regensburg. Manchmal sind die Akademie-Schüler selbst die Stars.

Karate ist eine traditionelle Sportart. Karate ist der Ausdruck einer Lebensart und hat fast philosophischen Charakter. In der Puricellistraße ist das gut zu verfolgen. Sensei Siamak Montazeri gibt seit drei Jahrzehnten in Regensburg in seiner Akademie seine Leidenschaft auf höchstem Niveau weiter. Er lehrt, in dem er selber zeigt – und er lehrt, indem er die Besten der Besten seiner Sportart zum Beispiel aus seinem Heimatland Iran immer und immer wieder in seine Karate-Schule holt und so seine Schüler am außergewöhnlichen Können und Wissen außergewöhnlicher Sportler partizipieren lässt.

Bisweilen aber bedarf es gar keiner internationalen Stars, sondern die Mitglieder der Karate-Akademie glänzen höchstselbst. Clemens Schönleber war so ein Beispiel. Als der junge Mann hörte davon, dass Sensei Montazeri seine Goldmedaille vom Akademie-Jubiläum versteigern wollte, ergriff der 20-Jährige in beeindruckender Manier die Initiative. „Wir haben 3000 Karate-Vereine in Deutschland. So eine Medaille wird vielleicht 25, 30 Mal im Jahr bei Jubiläen und an verdiente Vereine verliehen – also gerade mal an ein Prozent“, erklärt Wolfgang Weigert die Besonderheit der Auszeichnung, die der Präsident des Deutschen Karate-Bundes auch an Montazeri vergeben hatte.

„Bei mir wäre die Medaille aber nur im Schrank gelegen. Also wollte ich damit etwas Gutes tun“, sagte Montazeri, der seit 1995 bereits zum 20. Mal eine Benefizaktion startete und mit 500 Euro das Startgebot geliefert hatte. „Es gab Leute, die 600, 700 Euro geboten haben, aber Clemens hat alle übertroffen.“ Der 20-Jährige bekam für 1000 Euro den Zuschlag. „Er hätte damit in der besten Diskothek feiern können, aber stattdessen gibt er das Geld krebskranken Kindern. Das ist etwas, was ich sehr bewundere“, sagte Montazeri, der den Scheck an Franz-Josef Helmig, den Vorstand des Vereins für krebskranke und körperbehinderte Kinder, kurz VKKK, übergab.

AN DER WAND STATT IM SCHRANK

„Ich wollte einen Beitrag leisten, dass es den Kindern besser geht“, erklärt der selbst ein wenig beeinträchtigte Clemens Schönleber und hat bei sich zuhause einen guten Platz für die Medaille an der Wand gefunden. „Da kann ich sie jeden Tag sehen.“ Und seine Mutter Eveline ergänzt: „Clemens wollte damit auch den Sensei ehren. Die Medaille hat also zwei Seiten.“

Mutter und Sohn schätzen das Karate-Training sehr. „Ich habe immer Sportarten gemacht, die ganz anders waren. Beim Karate braucht es auch Herz und Seele“, sagt die ehemalige Leichtathletin. „Mir macht es sehr viel Spaß – und es bringt mir etwas für den Alltag“, sagt Clemens Schönleber. „Und wenn es gar keinen anderen Weg mehr gibt, kann man sich wehren.“

Sensei Siamak Montazeri hat den siebten von zehn Dan-Graden auf Schwarzgurt-Niveau. Auf den achten muss er nur noch ein wenig warten, weil ihm das vorgeschriebene Mindestalter von 60 Jahren (noch) fehlt. Immer wieder bringt Montazeri in seiner Akademie Menschen unterschiedlichsten Alters und unterschiedlichster Couleur auf neue Ebenen. Zuletzt bewarben sich 15 seiner Schüler – und damit ein ungewöhnlich großer Kreis, wie er sonst nur in Großstädten üblich ist – für den begehrten Schwarzgürtel und damit den ersten Dan. Zur Erklärung: Über die farblichen Gürtel-Vorstufen in Weiß, Gelb, Orange, Grün, Blau/Violett und Braun kämpfen sich die Karateschüler nach oben. „Voraussetzung sind also mindestens acht Jahre Training“, erklärt Montazeri.

Unter den Argusaugen des prüfenden Präsidenten Wolfgang Weigert stellten sich Schwarzgurt-Kandidaten von 18 bis 70 Jahren nach zwei Monaten schweißtreibender Vorbereitung mit mindestens dreimal wöchentlichem Training (Montazeri: „Sonst hätte ich sie gar nicht angemeldet“) zur Präsentation ihrer Grundtechniken, dem Schatten- und Freikampf. Überprüft werden „Mut, Konzentration und Selbstbewusstsein“, erklärt Montazeri.

Stefan Lermer ist einer der dienstältesten in der Akademie und hat vor 28 Jahren mit Karate begonnen. „Ich hätte nie geglaubt, dass ich soweit komme“, sagt der Polizist, der in Karate den „besten Ausgleich zum Beruf“ sieht. „Nach einer Stunde ist der Kopf frei“, sagt der 56-Jährige, der von Karate schwärmt. „Das ist Energie, Power, Durchhaltevermögen und ein Stück Anerkennung“, sagt Lermer, der sich vor der Prüfung wie „vor einer wichtigen Schulaufgabe“ fühlte. „Karate hat für mich einen gewissen Sucht- und Gesundheitsfaktor.“ Besonders imponiert Lermer die Atmosphäre: „Dein Beruf interessiert keinen. Hier geht man respektvoll und mit Anstand miteinander um.“

MIT 70 FÄNGT KARATE ERST AN

So ist Bernd Plock auch ein ganz normaler Schwarzgurt-Bewerber. Der ehemalige Unfallchirurg hatte im Berufsleben Schwierigkeiten, Karate zu integrieren. Jetzt ist er mit 70 der älteste Bewerber und sagt: „Es ist einfach an der Zeit. Bisher war alles ja nur Vorschule. Karate fängt ja erst mit dem ersten Dan richtig an.“ Plocks Pendant ist Fabio Steinbeißer, der mit sieben Jahren begann und nun schon im zwölften Jahr Karate betreibt. „Ich habe nie aufgehört, weil ich immer irgendetwas mit Kampfsport machen wollte“, sagt Steinbeißer und gesteht Nervosität. „Der erste Dan ist etwas Besonderes.“

Das Nervenkostüm flatterte bisweilen unter der gestrengen Beobachtung, nicht jeder Handgriff saß. Präsident Weigert, der weltweit für Karate als Sport für alle Altersgruppen kämpft, schmunzelte manches Mal. Doch um Perfektion ging es bei der Prüfung auch gar nicht, sondern vielmehr darum, ob alle Karate dan-würdig intus haben. Hatten sie auch, alle bestanden. Siamak Montazeris Akademie ist ein ganz besonderer Karate-Ort mit einem ganz besonderen Karate-Geist.

(Von Claus-Dieter Wotruba, 12. Oktober 2018, Quelle: Mittelbayerische Zeitung – PDF-Download)

Karate-Champion Valera: „Ich bin kein Superman!“27. November 2011
Der einstige Mehrfach-Weltmeister gibt an diesem Wochenende in Regensburg eine Kostprobe seines Könnens. Regensburg. Er hat schon 49 Menschen umgebracht und wurde selber neun Mal getötet. Das war im Film. Im richtigen Leben indes war Dominique Valera fünf Mal Karate-Weltmeister, elf Mal Europameister und 17-facher französischer Meister. An diesem Wochenende wird er in der Dreifachturnhalle der Clermont-Ferrand-Schule den hiesigen Karate-Nachwuchs unterrichten; Ausrichter ist die Karate-Akademie Regensburg.

In seinen Filmrollen mimte Dominique Valera immer den Bösewicht, wie er Augen zwinkernd erzählt. Dabei spielte er u.a. zwei Mal an der Seite von Alain Delon, einmal mit Johny Halliday und in „Over The Top“ zusammen mit Silvester Stallone. Das war, nachdem er seine offizielle Wettkampfkarriere beendet hatte. Doch auch seine Filmaktivitäten hat er inzwischen an den Nagel gehängt. Aus freien Stücken, wie er betont, „denn das Leben ist kein Film.“

Im Film könne man nämlich eine Szene so oft wiederholen, bis sie richtig ist. „Im Wettkampf dagegen musst du deine Sache gleich richtig machen, sonst bist du weg vom Fenster“, weiß Valera. Und auch im Alltag könne man sich nicht beliebig viele Fehler leisten. Das ist es, was er heute dem Nachwuchs beibringen will. „Man muss Disziplin aufbringen, mit dem Kopf und mit dem Herzen bei der Sache sein.“

Valera, der es zum achten Dan gebracht hat, kümmert sich heute in Frankreich um den Nachwuchs. Karate ist bei unserem westlichen Nachbar ein beliebter Sport. Der Nationalverband zählt dort rund 230.000 aktive Mitglieder. Um in die Nationalmannschaft zu kommen, muss man sich einem strengen Ausleserfahren unterwerfen. Der „King“, wie Valera in der Szene respektvoll genannt wird, spricht dabei ein entscheidendes Wort mit.

Die Kinder und Jugendlichen besuchen nämlich eine Karateschule. Ganz wichtig dabei ist jedoch, dass auch die schulischen Leitungen in den anderen Fächern wie Mathematik, Sprachen etc. stimmen, betonnt Valera. „Denn die Wettkampfphase ist, gemessen an der Gesamtlebenszeit, nur kurz. Hinterher müssen sich die jungen Sportler auch im Allgemeinleben behaupten können.“ Das erklärt er den Kindern immer wieder.

Nicht zuletzt auch deshalb habe er seine Filmkarriere beendet. Um den Kindern keine Illusionen vorzugaukeln. „Ich bin nicht Superman“, sagt er „und die Kinder sollen auch nicht glauben, dass es einen Superman gibt“. Den Filmhelden sollen andere spielen. Jean-Claude van Damme zum Beispiel, „der macht das ganz ordentlich“, sagt Dominique Valera und zeigt wieder sein schelmisches Augenzwinkern.

Für den Karate-Sport hat sich der in Lyon geborene Sohn spanischer Eltern als 14-jähriger Junge entschieden, um sich Anerkennung zu verschaffen. Denn als Ausländerkind sei er oft gehänselt worden, erzählt er. Die enorme Disziplin, die er beim Karatetraining habe aufbringen müssen, habe ihn aber auch davor bewahrt, auf die schiefe Bahn zu geraten. „In den Zeitungen konnte ich nämlich allzu oft nachlesen, wie es anderen Ausländerkindern ergangen ist.“ Das habe dann immer im Polizeibericht gestanden.

700 Profikämpfe hat Dominique Valera in seiner aktiven Laufbahn bestritten, ehe er 1983 die Handschuhe an den Nagel hängte. Doch Karate blieb sein Lebensinhalt. So wird er auch in diesem Wochenende den Regensburger Sportlern einen Teil seines Könnens vermitteln. „Dabei werden wir sehen, wie weit die Grundkenntnisse entwickelt sind, um darauf aufzubauen. Denn nur wenn das Fundament gut ist, lässt sich darauf aufbauen“, sagt er.

Um diese Grundfertigkeiten zu beherrschen seien Voraussetzungen nötig, die auch im „normalen“ Leben wichtig und hilfreich sind: „Fleiß, Fleiß und nochmal Fleiß. Dazu Genauigkeit und Respekt vor den anderen!“.

Dominique Valera ist heute „58 Jahre alt plus Mehrwertsteuer“, wie er sagt. Und er besticht immer noch durch eine unglaubliche Fitness. Wie er sich die erhält? „Mit Karate. Und zwar täglich!“

Eine große Ehre - Bundestrainer Karamitsos zu Gast - 26. April 2006
Bundestrainer Karamitsos zu Gast in Karate Akademie. Von Dagmar Sponsel. Bundestrainer Karamitos ist bis ins Jahr 2007 ausgebucht. Für seinen Freund Montazeri und dessen Karate-Schüler nahm er sich am Freitag dennoch Zeit.

Regensburg. Seit rund zwei Jahren sind Siamak Montazeri, Träger des 5. Dan im Shotokan-Karate, und Bundestrainer Efthimios Karamitsos, 6. Dan., eng befreundet. „Karamitsos ist einer der besten Techniker in ganz Europa“, klärt der Regensburger Montazeri auf. „Es ist ein Privileg für uns, diesen hochkarätigen Mann in unserem Dojo zu Besuch zu haben.“

Besonders erfreulich: Der eigentlich bis weit ins Jahr 2007 ausgebuchte Bundestrainer gab am vergangenen Freitag den Schülern Montazeris 90 Minuten lang Privatunterricht. Mit pantherartiger Geschmeidigkeit führte er verschiedenste Grundtechniken aus. „An Karamitsos erkennt man den Unterschied zwischen Kampfsport und Kampfkunst“, so Montazeri. Der Besuch des Bundestrainers ist in diesem Jahr ist nur einer von vielen Höhepunkten in der Karate Akademie. Im Herbst bekommt Montazeri voraussichtlich den 6. Dan verliehen. Dann darf in Regensburg Shotokan Karate bis zum 5. Dan geprüft werden.

Bildunterschrift: Trotz übervollem Terminkalender unterrichtete Karate-Bundestrainer Efthimios Karamitsos (vo. Re.) am vergangenen Freitag in der Karate-Akademie. Foto: ds

Weg frei für Karate-Akademie -19. Oktober 2005
Mitgliedschaft beim Deutschen Karate Verband e.V. eröffnet neue Möglichkeiten. Regensburg (xfs). Die Karate-Akademie Regensburg wird in den Deutschen Karate Verband (DKV) aufgenommen. Eigentlich ist die Mitgliedschaft eingetragenen Vereinen vorbehalten. Für die private Karate-Akademie von Sensei Montazeri hat der Deutsche Sportbund jedoch eine exklusive Sondergenehmigung erteilt.
Besonders erfreulich: Der eigentlich bis weit ins Jahr 2007 ausgebuchte Bundestrainer gab am vergangenen Freitag den Schülern Montazeris 90 Minuten lang Privatunterricht. Mit pantherartiger Geschmeidigkeit führte er verschiedenste Grundtechniken aus. „An Karamitsos erkennt man den Unterschied zwischen Kampfsport und Kampfkunst“, so Montazeri. Der Besuch des Bundestrainers ist in diesem Jahr ist nur einer von vielen Höhepunkten in der Karate Akademie. Im Herbst bekommt Montazeri voraussichtlich den 6. Dan verliehen. Dann darf in Regensburg Shotokan Karate bis zum 5. Dan geprüft werden.

Bildunterschrift: Trotz übervollem Terminkalender unterrichtete Karate-Bundestrainer Efthimios Karamitsos (vo. Re.) am vergangenen Freitag in der Karate-Akademie. Foto: ds

Der DKV ist der offizielle Fachverband für Karate in Deutschland. Nur wer Mitglied ist, kann auch an bundesweiten und internationalen Wettkämpfen teilnehmen. Die Karate-Akademie Regensburg ist nun als eine der wenigen privaten Karate Schulen in Deutschland beim DKV aufgenommen worden. Inhaber und Schwarzgurtträger Siamak Montazeri sieht darin eine große Chance für die Akademie: „Meine Schule ist jetzt offiziell anerkannt. Für meine Schüler bietet die Mitgliedschaft im DKV völlig neue Möglichkeiten.“ Jeder Schüler der Karate-Akademie kann jetzt selbst beim DKV beitreten. Als offizielles Mitglied erhält man dann einen eigenen Ausweis. Dank der Mitgliedschaften im DKV ist der Weg nun frei für die Teilnahme an Weltmeisterschaften und anderen Wettkämpfen. „Viele meiner Schüler trainieren schon seit über zwölf Jahren bei mir. Einige von ihnen hätten das Potenzial auf Wettkämpfen erfolgreich zu sein. Wer will, kann jetzt sehr viel erreichen“, so Sensei Montazeri. Von den 270 Schülern der Karate-Akademie haben sich bereits 184 beim DKV angemeldet. Der Meister selbst braucht sich nicht mehr zu beweisen. Sensei Montazeri ist der jüngste Träger der 5. Dan in Deutschland (fünfter Meistergrad von insgesamt zehn möglichen). Ein gemeinsames Training in Frankfurt überzeugte auch Bundestrainer Karamitsos von Montazeris Fähigkeiten. Denn nach diesem Training bot Sensei Karamitsos an, die Karate-Akademie in den DKV aufzunehmen. Man ist also in professionellen Händen, wenn man sich für ein Training bei der Karate-Akademie Regensburg entscheidet. „Ein- bis zweimal im Jahr wird es sogar möglich sein, mit dem Bundestrainer persönlich in Regensburg zu trainieren“, so Sensei Montazeri. Wer Lust hat, kann bis zu vier Wochen gratis mittrainieren. Es gibt auch extra Anfängergruppen für Kinder und Erwachsene. Weitere Infos auf www.karate-akademie.de.

Bildunterschrift: Sensei Siamak Montazeri, Bundestrainer Sensei Efthimios Karamitsos, Bundesjugendtrainer Sensei Siggi Hartl, Sensei Gunar Weichert (v.li.)

Karate vom anderen Stern -27. April 2005
Siamak Montazeri holt „King“ Dominique Valera nach Regensburg Am Wochenende gibt es ein Schmankerl für alle Karate-Fans. Mit Dominique Valera bietet der derzeit beste Karateka Europas in Regensburg einen Lehrgang für alle Interessierten an.

Regensburg. Der Leiter der Karate Akademie in der Puricellistraße, Sensei Siamak Montazeri, hat wieder einmal seine guten Kontakte zur internationalen Karate-Szene spielen lassen. Da Montazeri einen so guten Ruf in der Szene genießt, sagte ihm auch der momentan beste europäische Karateka Dominique Valera (8. Dan) aus Frankreich sofort zu, in Regensburg einen zweitgängigen Lehrgang anzubieten. Valera war elfmal Europameister und mehrfach Weltmeister. Am Freitag und Samstag wird die 59-jährige Karate-Ikone ein öffentliches Training in der Sporthalle der Clermont-Ferrand-Schule abhalten. Dabei wird er nicht nur erwachsene Karatekas aus ganz Deutschland, sondern auch viele Kinder trainieren. „Das wird für unsere Kleinen ein ganz besonderes Erlebnis“, freut sich Montazeri, dass der große Karate-Kämpfer sein Können auch an die jüngsten Karate-Schüler weitergibt.

Die Veranstaltung beginnt am Samstag, 30. April, um 10 Uhr und dauert bis 17.30 Uhr. Am Sonntag trainiert Valera von 10 bis 12 Uhr. Wer sich noch anmelden will, kann dies bei der Karate-Akademie in der Puricellistraße 40 tun oder telefonisch unter (0941) 2 51 85. Die Gebühr beträgt 30 Euro.

Wer sich allerdings nur die Künste dieses Ausnahme-Karatekämpfers ansehen möchte, muss dafür nichts bezahlen. Für Besucher sind die Veranstaltungen frei.

Siamak Montazeri selbst hat sich derzeit ein großes Ziel gesetzt. Er hat in den vergangenen Wochen hart trainiert und acht Kilo abgenommen. „Ich möchte dieses Jahr die Prüfung für den 6. Dan ablegen“, verrät Montazeri. In zwei Wochen wird er sich daher einer Qualifikation stellen, die ihm für das Ablegen der Prüfung zum 6. Dan berechtigen soll. Und da schadet es nicht, wenn er am Wochenende bei Dominique Valera schon mal einen guten Eindruck hinterlässt.

Bulle von London - Londoner Polizeichef besuchte Regensburg - 16. Juni 2004
Londoner Polizeichef besuchte Regensburg. Regensburg (am). Drei Tage lang konnte sich Dr. Ali Dizaei, Polizeichef in der Londoner Innenstadt, ein Bild von der Polizeiarbeit in Regensburg machen. Dabei plauderte der smarte Superintendent auch ein bisschen aus dem Nähkästchen.

Mit seiner staatlichen Erscheinung und seinem einnehmenden Wesen könnte Dr. Ali Dizaei locker in jedem Hollywood-Streifen den Superbullen mimen. Doch der Polizeichef jagt echte Verbrecher. In London ist es er verantwortlich für 650 Polizeibeamte und eine Million Bürger in den drei Stadtteilen Notting Hill, Chelsea und Kensington. Insgesamt verrichtet in London 30 000 Polizisten ihren Dienst. Derzeit absolviert Dr. Ali Dizaei die Ausbildung zum Commander, dem höchsten Dienstgrad bei Scotland Yard. Dann wird er der Polizeichef von 3000 Beamten sein. Zur Ausbildung gehört auch der Besuch internationaler Polizeistationen. In Regensburg begrüßte ihn Klaus Sennert von der Polizeiinspektion Regenstauf im Auftrag der IPA, der International Police Association, die den Austausch von Polizisten auf internationaler Ebene organisieren.

Nach dem Empfang in der PI Protzenweiher durfte der Londoner Polizeichef auf dem Boot der Wasserschutzpolizei über die Donau schippern. Den Besuch nutzte Dr. Ali Dizaei, der seinen Doktor in Jura in Cambridge erwarb, um bei seinem Cousin Siamak Montazeri vorbeizuschauen. Der Iraner lebt seit vielen Jahren in Regensburg und leitet die renommierte Karate-Akademie in der Puricellistraße. Den Ausflug auf dem Polizei-Boot ließ ich der Karate-Meister natürlich nicht entgehen.

In den drei Stadtteilen, für die Dr. Ali Dizaei zuständig ist, liegen 101 Botschaften. Kein Wunder, dass sich der Aufgabenbereich seiner Polizisten nach den Anschlägen vom 11. September 2001 dramatisch änderte. „40 Prozent unserer Arbeit nimmt die Bekämpfung von Terror ein“, erzählt Dizaei. „Wir atmen und leben täglich `Security`.“ In Regensburg konnte er drei Tage lang die Londoner Hektik hinter sich lassen. Beeindruckt haben Polizisten vor allem die Regensburger Bratwürste und die leeren Straßen. „Hier ist ja auf den Straßen nichts los im Vergleich zu London.“

Kan-Zan-Ruy bevorzugt blitzschnelle Beinarbeit - 08. März 1985
Persischer Trainer zu Gast im Karatezentrum / Schwarzgurt Siamak Montazeri in Kelheim. Kelheim (hk). Häufig engagiert Jamal Measara Gasttrainer für sein Karatezentrum. Seit etwa drei Wochen ist der Iraner Siamak Montazeri in Kelheim. Der Perser gilt insbesondere als Experte des Kan-Zan-Ruy, einer der zahlreichen Versionen dieser ursprünglich fern-östlichen Kampfsportart.

Measara beschreibt den neuen Gast als erfahrenen Trainer uns sehr guten Kämpfer. Der Iraner verfügt über den 3. Dan im Shotokan und den 1. Dan im Kann-Zan-Ruy. Ein deutscher Tae-Kwon-Do-Verband hat ihm überdies den 1. Dan im Tae-Kwon-Do zuerkannt.

Der Perser, der für die Bundesrepublik startet, wurde 1984 Bayerischer Meister. In der Europameisterschaft errang er den dritten Platz; bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft belegte er ebenfalls den dritten Rang. Seit rund 16 Monaten befindet sich Montazeri in der Bundesrepublik. Seit etwa sieben Monaten studiert er in Regensburg an einer Fortbildungsanstalt. Solange er in Regensburg lebt – dies wird noch etwa zwei Jahre der Fall sein – wird er voraussichtlich einmal in der Woche im Kelheimer Karatezentrum Trainingsmöglichkeiten anbieten.

Nach den Unterschieden zwischen den Karate-Varianten „Shotokan“ und „Kan-Zan-Ruy“ befragt, hoben der Teheraner Montazeri und der Leiter des Zentrums, Measara, vor allem die Beinarbeit hervor. Shotokan bevorzugt Schläge mit den Armen. Das Verhältnis zwischen Bein- und Armarbeit ist etwa 30:70. Weiteres Merkmal des Shotokan ist die tiefe Körperhaltung und dadurch bedingt – die breite Beinstellung.

Kan-Zan-Ruy dagegen bevorzugt die Beinarbeit. Hier ist das Verhältnis von Bein- zu Armarbeit genau umgekehrt, nämlich 70:30 zugunsten der Beinarbeit. Im Gegensatz zu Shotokan dominiert hier die hohe Körperhaltung mit einer entsprechenden schmalen Beinstellung. Daraus ergibt sich automatisch, daß die Kämpfer beweglicher sind – diese Version des Karate gilt auch als sehr schneller Kampfsport.

Zum Vergleich: Tae-Kwon-Do, das ein eigenständiger Kampfsport ist und mit Karate nichts zu tun hat, bevorzugt fast ausschließlich die Beinarbeit. Das Verhältnis zur Armarbeit beträgt etwa 90:10, Kan-Zan-Ruy gibt es in der Bundesrepublik so gut wie nicht. In Frankreich dagegen wird diese Version ausgiebig betrieben. Dort lebt allerdings auch ein Meister, nämlich ein 8. Dan.

Measara und Montazeri hoben im Gespräch hervor, daß bei einem Trainer die große Erfahrung wichtig ist. Nicht nur die Technik, sondern insbesondere Meditation und Konzentration spielten beim Karate eine große Rolle.

Bildunterschrift: Die Möglichkeiten der blitzschnellen Beinarbeit beim Kan-Zan-Ruy demonstriert Siamak Montazeri (rechts) der 1. Dan in dieser Sportart ist. Jamal Measara zeigt die Abwehrhaltung. Aufnahme: Paula