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Shihan Dominique Valera, 9. Dan, zu Gast bei der Karate Akademie Regensburg

Am Wochenende des 29. und 30. November 08 fand in Regensburg ein Karateseminar auf höchstem Niveau statt. Der Inhaber der Karate Akademie Regensburg Sensei Siamak Montazeri, 6.Dan, durfte schon zum zweiten Mal Shihan Dominique Valera, 9. Dan, zu einem zweitägigen Seminar begrüßen.

Eine lebende Legende: „Le King“ Dominique Valera

Dominique Valera, mit 62 Jahren der jüngste 9. Dan Träger der Welt, hat eine sehr erfolgreiche Wettkampfkarriere hinter sich. In 701 Kämpfen ging er bei 10 Unentschieden nur 17 mal als Verlierer von der Matte. Auf seiner Person vereinigen sich 17 französische, elf europäische und sechs Weltmeistertitel. Den Höhepunkt seiner Wettkampfkarriere erreichte er im Jahr 1972 bei der Weltmeisterschaft in Paris, als er mit der fanzösischen Nationalmannschaft die Japaner besiegte. Auch heute ist Dominique Valera ein gefragter Mann. Neben den Tätigkeiten in seinem eigenen Verband und als französischer Nationaltrainer engagiert er sich in Frankreich auch stark in der sozialen Jugendarbeit. Den Rest der Zeit ist er in der ganzen Welt unterwegs, um Seminare zu geben.

Sensei Siamak Montazeri, dessen Karate Akademie schon seit 22 Jahren unter seiner alleinigen Leitung existiert, war daher sehr erfreut, dass Valera ihm die Ehre erwies, nach Regensburg zu kommen, um seine Schüler und Gäste von außerhalb zu unterrichten.

Volles Trainingsprogramm

An zwei Tagen wurden in sechs Unterrichtseinheiten die verschiedenen Graduierungsstufen trainiert.

Bei den Farbgurten lag der Schwerpunkt auf Basisarbeit bezüglich der Verwendung von Hand- und Beintechniken entsprechend einer gegebenen Situation. Hier wurden verschiedene Techniken und Kombinationen geübt, mit besonderer Beachtung von Stabilität und dem fließenden Wechsel von Spannung und Entspannung. Auch Techniken, die den Gegner aus dem Gleichgewicht bringen, und Fegetechniken kamen zum Einsatz. Shihan Valera legte größten Wert darauf, dass die vorwiegend jugendlichen Schüler erkannten, dass der Kampf ein dynamischer Vorgang ist, bei dem die Wahrnehmung des gegnerischen Verhaltens und das Gefühl für die Distanz entscheidet, wie gut man auf unerwartete Situationen reagieren kann.

Bei den Einheiten für die Braun- und Schwarzgurte war die Rotation von Schulter und Hüfte ein zentrales Thema. Auch die Abstimmung der Zusammenarbeit zwischen Fäusten und Füßen wurde intensiv geübt, um durch Synchronisierung von Distanz und Gleichgewicht eine bessere Effizienz zu erzielen. „Der menschliche Körper ist perfekt gebaut“, sagt Valera, „mit Hilfe der Intelligenz muß man aber lernen, seine Werkzeuge bestmöglich zum Einsatz zu bringen.“ Auch in der Oberstufe wurde das Thema Würfe und Fegetechniken ausgiebig bearbeitet, wobei differenziert wurde zwischen direkten und indirekten Techniken und Techniken im Konter. Besonders interessant war die Arbeit im Bereich des „sen no sen“. „Man muß die Eigenheiten des Gegners, seine Haltung und seine Aktionen für sich ausnutzen, sich aktiv eine Situation erschaffen durch die man den Gegner in eine unvorteilhafte Lage bringt.“ sagt Shihan Valera, der alle seine Technikabläufe auf beeindruckende Weise selbst demonstrierte.

In der Pause zwischen den Trainingseinheiten am Samstagnachmittag fand eine Ken Jiutsu Vorführung statt. Sensei Montazeri und seine Schwertschüler zeigten einige Grundtechniken und Kata. Im Anschluß demonstrierte der Meister das Bunkai an seinen Schülern, teilweise mit dem Boken und teilweise mit der leeren Hand.

Bestätigung des 6. Dan für Sensei Montazeri

Dominique Valera war aber nicht nur für das Seminar nach Regensburg gekommen. Er kam auch, um seinem Freund Siamak Montazeri die Prüfung zum 6. Dan abzunehmen. Montazeri, der die 6. Dan Prüfung bereits 2005 vor dem DKV ablegte, und sich dies im Folgejahr auch von seinem eigenen Sensei Shihan M.A Sharifi (JKA) bestätigen ließ, sagt: „Es ist für mich eine große Ehre, diese Prüfung vor Shihan Valera abzulegen. Ich bin sehr stolz darauf, mich nun offiziell zu seinen Schülern zählen zu dürfen.“

Am Sonntag nachmittag, nachdem alle Unterrichtseinheiten zeitlich beträchtlich überzogen worden waren, wurde Sensei Montazeri die begehrte Urkunde von Shihan Valera im Kreise der Lehrgangsteilnehmer überreicht. Es war ein anstrengendes und lehrreiches Wochenende, das bei allen Teilnehmern große Motivation und viel Trainingsstoff hinterließ. Dass das nächste Seminar mit Shihan Valera im Frühjahr 2010 stattfinden wird ist schon festgelegt, der genaue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.



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