Der Weg des Kriegers

Bushido vermittelt traditionelle Werte!

Die Ursprünge der traditionellen Schwertkunst lassen sich bis weit ins historische Japan zurückverfolgen, als die Schlachten um Landbesitz von Schwertkämpfern mit ausgefeiltem Kampfstil dominiert wurden. In den Zeiten der Feudalherrschaft war das Erlernen von Schwerttechniken dem Kaiser, den Landesfürsten und ihren Samurai vorbehalten.

Seit dem politischen Wandel Japans am Ende des 19. Jahrhunderts, bei dem die Kriegerklasse der Samurai offiziell abgeschafft wurde, hat sich der Schwertkampf zu einer sehr feinen, spirituellen Kunst entwickelt. Asiatische Intellektuelle (z.B. Dichter, Maler und Kalligraphen) waren darauf bedacht, die Kunst des Schwertes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. So wurde aus der einst blutigen Kampfkunst eine anspruchsvolle Lebensdisziplin.

Neben dem technischen Umgang mit dem Schwert gehören auch innere Werte wie Ehre, Würde, Höflichkeit, Disziplin, Benehmen, Tapferkeit und Treue zu dem Ehrenkodex des Bushido („Weg des Kriegers“). Die spirituelle Weiterentwicklung des Schwertschülers und seine Lebenseinstellung sind innerhalb dieser Disziplin von hoher Bedeutung.

Heute unterscheidet man Iaido: „Die Kunst, das Schwert zu ziehen“ und Ken Jiutsu: „Die Kunst, das Schwert zu ziehen, es zu kontrollieren und den Gegner unmittelbar kampfunfähig zu machen“. Der japanische Begriff „Ken Jiutsu“ setzt sich aus den beiden Kanji „Ken“ und „Jiutsu“ zusammen. Während „Jiutsu“ schlicht mit „Kunst“ übersetzt wird hat das Kanji „Ken“ einen sehr komplexen Inhalt. Es bedeutet gleichzeitig „Schwert“ und „Herz“, und verbindet durch diese Mehrdeutigkeit die Kampfkunst mit der Spiritualität.